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Internationaler Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus

27.01.2020

Als Interessensvertretung und Vereinigung für Menschen mit geistiger Behinderung und deren Angehörige, ist es uns ein wichtiges Anliegen, den Opfern des Nationalsozialismus am heutigen Tag zu gedenken.

Die aktuellen Entwicklungen in unserer Gesellschaft und das öffentliche Meinungsbild in Deutschland driften zunehmend nach rechts. Gerade deshalb sehen wir uns veranlasst, uns mit den Themen Rechtsextremismus und Rechtspopulismus zu beschäftigen. Denn wir wollen uns offen für ein humanistisches Menschenbild einsetzen, in dem Demokratie, Respekt, Toleranz, Vielfalt, Menschlichkeit, Zivilcourage, Gewaltfreiheit und Solidarität gelebt werden. Wir wollen Teilhabe sowie Inklusion in einer Gesellschaft für alle verwirklichen.

Am 29.05.2020 werden wir auf 30 erfolgreiche Jahre Lebenshilfe Erfurt zurückblicken. Darauf sind wir stolz! Aber wie zu jedem Jubiläum der Lebenshilfe, wollen wir auch in diesem Jahr der unsäglichen Geschichte der Menschen mit Behinderung in der NS-Zeit gedenken. Während der Aktion T4 wurden bis 1945 etwa 70.000 Menschen mit körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung systematisch ermordet. Damals sagte man den Opfern, sie würden mit einem Bus in eine Heilanstalt fahren, damit sich ihr Gesundheitszustand bessern würde. Tatsächlich endet die Fahrt in der Gaskammer.

Im Frühjahr 2020 holt die Lebenshilfe gemeinsam mit dem Erinnerungort Topf & Söhne die Wanderausstellung „Das Denkmal der Grauen Busse“ nach Erfurt. Auf dem Domplatz werden wir an zentraler Stelle an diese Krankenmorde erinnern. Bei Topf und Söhne wird es in diesem Jahr zahlreiche Begleitveranstaltungen geben.

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