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Lebenshilfe Erfurt - Gruppe hofft auf grundlegenden Neuanfang bei der AWO Thüringen

23.06.2020

Die AWO Thüringen und die 100 prozentige Tochter AJS stehen seit Monaten wiederkehrend in Verruf, weil Geschäftsführer und Führungskräfte maßlose Privilegien genießen. Die seit Wochen in zahlreichen Medien erhobenen Vorwürfe gegenüber dem Unternehmen haben deutschlandweit ein großes Echo hervorgerufen. Auch die Lebenshilfe Erfurt – Gruppe kritisiert die AWO Thüringen bzw. die AJS in Erfurt für die bekannt gewordenen Verfehlungen.

Ein Jahresgehalt von 310.000 €, ein Dienstwagen im Wert von über 100.000€ und eine Dienstwohnung. Fortlaufende Gehaltszahlungen nach dem Renteneintritt. Das erwartet man vielleicht von Vorstandschefs bei großen Automobilherstellern wie Mercedes und BMW, aber ganz gewiss nicht, wenn man an ein Unternehmen der Sozialwirtschaft denkt. Ein Skandal, der über die Tore der AWO hinausreicht. Denn mit einem solchen Fehlverhalten wird das Image der ganzen Branche in Mittleidenschaft gezogen.

Die Lebenshilfe Erfurt – Gruppe distanziert sich ausdrücklich von diesem Skandal. Eine derartige Bereicherung ist bei der Lebenshilfe Erfurt ausgeschlossen und widerspricht unseren Wertvorstellungen und Idealen. Die Lebenshilfe Erfurt – Gruppe gestaltet seit ihrer Gründung, ihre Arbeit klar und transparent im Auftrag von Menschen mit geistiger Behinderung und ihren Angehörigen. Nachvollziehbare Strukturen, flache Hierarchien, ein konsequentes Informationsmanagement und die richtige Balance im Zusammenwirken zwischen Ehrenamt und Hauptamt sind Grundlage unseres Erfolgs. Hier erhalten Sie weitere Informationen zum strukturellen Aufbau unserer Organisation: Transparenz.

Völlig überzogene Gehälter sind bei der Lebenshilfe Erfurt – Gruppe auch vertraglich ausgeschlossen. Für alle MitarbeiterInnen inklusive Führungskräfte und Vorstände gelten die gleichen Betriebsvereinbarungen, die z.B. Sonderzahlungen und die Nutzung von Dienstwagen regeln.

Wir hoffen und wünschen der AWO in Erfurt und Thüringen einen grundlegenden Neuanfang zur Bewältigung dieser Krise. Wir erwarten eine Besinnung auf die Menschen, für die die AWO einmal gegründet wurde. Denn nur dann kann ein langfristiger Schaden der ganzen Sozialwirtschaft abgewendet werden.

Zur Berichterstattung über die AJS: Wohlfahrt intern

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