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Transparenz in der Lebenshilfe Erfurt-Gruppe

Die Lebenshilfe Erfurt-Gruppe gestaltet seit ihrer Gründung, ihre Arbeit klar und transparent. Nachvollziehbare Strukturen, flache Hierarchien, konsequentes Informationsmanagement und eine offene betriebliche Kommunikation sind das Rezept unserer erfolgreichen Entwicklung der letzten Jahrzehnte. Zudem ist die richtige Balance im Zusammenwirken zwischen Ehrenamt und Hauptamt Grundlage des Erfolgs der Lebenshilfe Erfurt. Sie beruht auf Vertrauen, offener Kommunikation und Loyalität auf allen Seiten. Deshalb möchten wir im Folgenden den strukturellen Aufbau unserer Organisation verständlich darstellen.

Der Verein: Lebenshilfe Erfurt e.V.

Vor 30 Jahren gegründet, bildete der Verein Lebenshilfe Erfurt e.V. als Zusammenschluss von Menschen mit geistiger Behinderung, deren Eltern und anderen Angehörigen den Ursprung des aktuellen Gefüges und ist auch heute noch Grundpfeiler der Lebenshilfe Erfurt.
Die Einrichtungen und Dienste sind ausschließlich und unmittelbar auf die Erfüllung gemeinnütziger Zwecke ausgerichtet. Ziel ist hierbei gemäß unserer Satzung die Sicherung der Teilhaberechte von Menschen mit Behinderung in unserer Gesellschaft und die Verwirklichung von Inklusion.

Das oberste Organ des Vereins ist die Mitgliederversammlung, auf der die Mitglieder gemeinsam unter anderem den Aufsichtsrat aus ihrer Mitte wählen und über wichtige ideelle und strategische Fragen abstimmen.
Der Aufsichtsrat ist ehrenamtlich und unabhängig tätig. Aufsichtsratsmitglieder sind keine VertreterInnen von Parteien oder Wirtschaft, sondern Angehörige von Menschen mit Behinderung. Sie sind nicht bei der Lebenshilfe Erfurt beschäftigt. Der Aufsichtsrat beruft den Vorstand des Vereins.

Der hauptamtliche Vorstand ist für die Geschäftsführung des Vereins zuständig und besteht derzeit aus vier Mitgliedern, welche die Aufgaben und Ziele des Vereins umsetzen. Der Aufsichtsrat prüft die Arbeit des Vorstandes. Die beiden Gremien arbeiten vertrauensvoll zusammen und treffen gemeinsam für die Lebenshilfe Erfurt Entscheidungen auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft. Hierbei werden sie unter anderem durch externe Fachleute unterstützt. Zum Beispiel steht der Beirat Wirtschaft und Recht unter anderem mit VertreterInnen der Bank, WirtschaftsprüferInnen und SteuerberaterInnen dem Aufsichtsrat und dem Vorstand zur Seite und berät mit Fachexpertise.
Die Vergütungen der Vorstände werden durch den Aufsichtsrat festgelegt. Bei uns übliche Sonderzahlungen, wie Anwesenheitsprämie oder Jahressonderzahlungen, erfolgen zu den gleichen Konditionen und Regelungen, wie bei allen anderen MitarbeiterInnen der Lebenshilfe Erfurt.

Das Inklusionsunternehmen: Lebenshilfe Erfurt SERVICE gGmbH

Unser innovatives Inklusionsunternehmen ist, wie der Verein, gemeinnützig ausgerichtet. Alleiniges Unternehmensziel ist hierbei die Schaffung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderung. Die Lebenshilfe Erfurt SERVICE gGmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft des Vereins. Der Vereinsvorstand bildet somit auch die Gesellschafterversammlung der gGmbH und ernennt die Geschäftsführung. So wird bereits in der Struktur sichtbar, was wir in der Praxis leben: die enge Verbindung zwischen Verein und Inklusionsunternehmen unter einem Dach, der Lebenshilfe Erfurt-Gruppe. Vorstand und Geschäftsführung haften für die gesamten Handlungen beider Betriebe nach gesetzlichen Vorgaben.

MitarbeiterInnenvertretung:  Gemeinsam zum Erfolg

In unserem Verein und Inklusionsunternehmen bilden der Betriebsrat und die Schwerbehindertenvertretung die Brücke zwischen den MitarbeiterInnen und dem Vorstand, beziehungsweise der Geschäftsführung. Als Interessensvertretung der MitarbeiterInnen haben diese Informations-, Mitbestimmungs-, Anhörungs- und Prüfrecht bei betrieblichen Entscheidungen. Auch hier ist ein gemeinschaftliches Arbeiten Hand in Hand einer der Gründe für die erfolgreiche Entwicklung der Lebenshilfe Erfurt in den vergangenen Jahren.

Interessenvertretung: Unser Selbstvertreterrat

Menschen mit Behinderung können für sich selbst sprechen. Deshalb hat sich in der Lebenshilfe Erfurt-Gruppe am 10. Januar 2020 ein Selbstvertreterrat gegründet. Die fünf gewählten Mitglieder tauschen sich regelmäßig über Ideen, Probleme und Ziele aus, um die Interessen von Menschen mit Behinderung in der Gesellschaft zu vertreten. Auch andere Menschen mit Behinderung sind zu den offenen Gesprächen eingeladen und dürfen eigene Schwerpunkte ansprechen. Unser Selbstvertreterrat möchte sich unter anderem dafür einsetzten, dass Behördenbriefe auch in Leichter Sprache geschrieben werden.

Die Stiftung: Lebenshilfe Erfurt STIFTUNG

Unter dem Dach der Lebenshilfe Erfurt-Gruppe ist auch die Lebenshilfe Erfurt STIFTUNG tätig. Mit dem Ziel, die Lebensqualität von Menschen mit geistiger Behinderung gemeinnützig und mildtätig zu fördern. Zudem will die Lebenshilfe Erfurt STIFTUNG Angehörigen einen Weg bieten, Vorsorge zu treffen für ihr behindertes Familienmitglied.
Gegründet wurde sie 2005 durch die Mitgliederversammlung des Vereins, welcher auch als Stifter das finanzielle Startkapital hinzu gab. Der ehrenamtliche Stiftungsrat wird in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat, durch den Vorstand des Vereins berufen. Mitglieder des Aufsichtsrats und Vorstands stellen gemeinsam die Hälfte des Stiftungsrates. Der Stiftungsrat wiederum bestimmt den ehrenamtlichen Stiftungsvorstand, dessen Mitglieder keine weiteren Funktionen in der Lebenshilfe Erfurt haben dürfen, um unabhängig entscheiden zu können. Der Stiftungsrat berät den Stiftungsvorstand bei der Umsetzung des Stiftungszwecks. Beide haben in der Vergangenheit bereits zahlreiche Vorhaben der Lebenshilfe Erfurt-Gruppe unterstützt und eigene Aktionen in Erfurt umgesetzt.

Der Sport: SSV „OTTO 10“ e.V.

Als viertes Mitglied der Lebenshilfe Erfurt-Gruppe hat sich auch unser Sport- und Spielverein „OTTO 10“ e.V. der Inklusion verschrieben. Menschen mit und ohne Behinderung trainieren hier gemeinsam - teils sehr erfolgreich. Auch unser „OTTO 10“ hat als Verein eine eigene Mitgliederversammlung und einen ehrenamtlichen Vorstand. Zahlreiche Sportgruppen trainieren jede Woche im gesamten Stadtgebiet. Manche von ihnen treten auch bei Veranstaltungen auf und nehmen an Wettkämpfen, wie den Special Olympics Thüringen und Deutschland teil. Sport und Freude an Bewegung sind hier die verbindenden Elemente, als Mittel der Inklusion.